Blick auf die Grazer Altstadt und den Schlossberg
Graz Tourismus – Harry Schiffer
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In der Altstadt von Graz erhebt sich, wie aus dem nichts, der rund 200m hohe Schlossberg. Gemeinsam mit der gesamten Altstadt von Graz, die sich an den Ufern der Mur ausbreitet, zählt der Schlossberg zum UNESCO-Welterbe.

Geografisch betrachtet liegt Graz in einem Becken, das sich nach Süden zu den Hügellandschaften der steirischen Weinstraßen öffnet und nach Norden von den Almen der östlichen Ausläufer der Alpen begrenzt ist.

Auf den Wiesen am Schlossberg kann man gemütlich ein Picknick mit Freunden machen
Region Graz – Tom Lamm

Einen ganz speziellen Blick auf Graz ermöglicht der Schlossberg. Dabei ist der Berg, nicht nur Aussichtsplattform, sondern auch Rosengarten, Weinberg, Freilichtbühne und kulinarischer Treffpunkt mit Winzerhaus, Restaurant, Bar und Café.

Den Grazern genügte es allerdings nicht, das Äußere des Berges zu gestalten, auch das Innere ist längst erobert: Ein altes, weit verzweigtes Stollensystem wurde in den letzten Jahren ausgebaut. Es wird immer wieder für Ausstellungen genutzt, mit dem „Dom im Berg“ wurde eine Event-Location geschaffen. Über einen Stollen lässt sich der ganze Berg auch durchqueren. Innerhalb des Schlossbergs gibt es auch eine Märchengrottenbahn.

Am Südhang des Schlossberges wurde von jeher Wein angebaut und später von der Familie Herberstein kultiviert. Der nach der Familie benannte Garten wurde ab 1930 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute nennt man ihn „Die hängenden Gärten“.

Blick auf den Rosengarten und den Uhrturm
Graz Tourismus – Harry Schiffer

Der Uhrturm

Auf dem Schlossberg befindet sich auch das Wahrzeichen von Graz, der Uhrturm. Er hat eine lange Geschichte und zeigt schon seit Jahrhunderten den Grazer Einwohnern die Uhrzeit. Für lange Zeit hatte das Ziffernblatt des Uhrturms auch nur einen Zeiger, den Stundenzeiger, mittlerweile aber hat das Ziffernblatt auch einen Minutenzeiger bekommen. Der Uhrturm selbst hat eine lange Vergangenheit. Die erste Nennung als Teil der Festungsanlage, von der heute nur noch Ruinen am Schlossberg übrig sind, erfolgte um 1265. Bereits im Jahr 1560 bekam der Grazer Uhrturm seine heutige Form. 1809 wurde der Uhrturm nach der Belagerung der Franzosen von Grazer Bürgern freigekauft, damit dieser nicht wie die restliche Festungsanlage zerstört wurde.

Wunderschön blühender Flieder und die Dächer der Altstadt
Graz Tourismus – Harry Schiffer

Die Wege auf den Schlossberg

Bevor man die Aussicht vom Schlossberg genießen kann, muss man sich für einen Weg, wie man nach oben kommt, entscheiden. Hierfür gibt es vier Möglichkeiten:

260 Stufen bis zum Uhrturm

Dieser Weg wurde im ersten Weltkrieg als Kriegssteig angelegt. Es ist aber nicht nur ein langer Weg mit Stufen, bei diesem Weg kann man viele verschiedene Abzweigungen nehmen, bei denen man, um sich auszuruhen an Bänken oder an kleinen Gärten mit ganz speziellen Pflanzen oder auch dem Rosengarten, vorbeikommt. Bei sportlichen Veranstaltungen, zum Beispiel dem Schlossberg Stiegenlauf, erklimmen die Läufer und Läuferinnen den Weg bis zum Uhrturm in unter zwei Minuten. Der gemütliche Spaziergänger benötigt für diesen Weg rund eine Viertelstunde.

Straßen & Wege

Es führen mehrere Wege, die auch asphaltiert sind, den Berg hinauf, unter anderem eine Straße vom Karmeliterplatz, sowie auch von der Wickenburggasse auf der Nordseite des Schlossbergs. Einige Schlossberg Besucher fahren mit der Schlossbergbahn oder dem Schlossberglift hinauf und gehen dann über die Wege hinunter.

Schlossbergbahn

Die Schlossbergbahn ist eine Standseilbahn, mit der man seit 1894 auf den Berg von der Westseite her hinauf kann. In nur ca. 4 Minuten Fahrzeit überwindet die Schlossbergbahn eine Steigung von ca. 60%. Auch für Eltern mit Kinderwagen bietet die Bahn genug Platz. Um zum Einstieg zu kommen, müssen aber einige enge Stufen überwunden werden, was auch diesen Weg nicht rollstuhlfreundlich macht. Die rundum transparenten Wagen der Standseilbahn verwöhnen die Fahrgäste mit einem Panoramablick über die gesamte Dachlandschaft. Die Schlossbergbahn bringt ihre Gäste bis zu den Restaurants mit Biergarten hinauf, was vom Ausgang her höher als der Ausgang vom Lift ist.

Bild von der Schlossbergbahn
Graz Tourismus – Harry Schiffer

Schlossberglift

Der gläsernen Schlossberglift bringt bis zu 15 Personen in den jeweils zwei Kabinen innerhalb von 1 1/2 Minuten auf den Schlossberg. Er wurde im Jahr 2000 durch Nutzung der schon vorhandenen Stollen im inneren des Berges angelegt. Eine Fahrt mit dem Lift ist deutlich günstiger als mit der Bahn. Besonders geeignet ist der Schlossberglift für Besucher, die schnell auf den Schloßberg kommen möchten, Eltern mit einem Kinderwagen, ältere Personen oder auch Personen mit Rollstuhl, denn dieser Weg ist komplett barrierefrei. Der Lift hat seinen Ausgang gleich neben dem Uhrturm.

Schlossbergrutsche

Wer vielleicht schon vom Hinaufgehen erschöpft ist, kann auch ganz einfach die Rutsche hinunternehmen. Mitte 2019 wurde im inneren des Schlossberges die mit 64m höchste „Indoor und Underground Rutsche“ der Welt in Betrieb genommen.

Noch mehr Informationen zum Grazer Schlossberg findest du unter https://www.stadt-graz.at/sehenswuerdigkeiten/schlossberg-graz.html


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